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Aktuelles rund um die SAUER-Orgel in der Moritzkirche Halle (Saale)

Förderverein SAUER-Orgel Moritzkirche Halle (Saale) e.V. | Geiststr. 24 | 06108 Halle

Fotos

der restaurierten Orgel

Foto vom restaurierten Propspekt

Im Rahmen der Restaurierungsarbeiten wurde auch der Prospekt der Orgel überarbeitet. Das Holz wurde abgeschliffen und neu lasiert, die Vergoldungen erneuert. Die Zinkpfeifen wurden abgebeizt und erhielten neben einer neuen Silberbroncierung auch goldene Labien.

Der Prospekt stammt übrigens nicht von der Firma Sauer, sondern wurde von der Vorgänger-Orgel übernommen. Die meisten der Prospektpfeifen sind sog. "stumme Pfeifen", d.h. stehen nur zur Zierde und klingen nicht.

 

Blick in das Hochwerk

Seit der Restaurierung der Orgel erklingt auch wieder ein besonderer Teil des Hauptwerkes. Hier stehen die Pfeifen des Gross Cornett 3-8f. sowie der Tuba 8'. Letztere ist übrigens ein Hochdruckregister, d.h. es verfügt über eine eigenständige Windversorgung mit einem hohem Druck von 150 mmWS (das restliche Werk hat einen Winddruck 80 mmWS).

 

Fotos restaurierter Pfeifen

In den 1945er Jahren wurde die Orgel dem damaligem Zeitgeschmack angepasst und der originale, spätromantische "Sauer-Klang" wurde verändert. Dies geschah durch Bearbeiten und Verändern der Orgelpfeifen; diese hier beispielsweise wurden gekürzt, andere wurden an anderer Stelle der Orgel eingesetzt.

Im Rahmen der Restaurierung kam jede Pfeife wieder an ihren vorgesehenen Platz. Alle Veränderungen wurden dabei rückgängig gemacht - bei diesen Pfeifen durch sog. anlängen - und die originale Disposition wieder hergestellt. Die Kürzungen bspw. wurden durch so genanntes Anlängen rückgängig gemacht.

 

Foto vom restaurierten Spieltisch

Ein wahres Prachtstück ist der alte, vollkommen überarbeitete Spieltisch. Ein besonderes Problem stellten bei der Restaurierung die Registerwippen aus farbigem Zelluloid dar. Da der Spieltisch in den Jahren bis 1999, als die Orgel vollkommen unspielbar war offen stand, bleichten die Registerwippen durch Sonnenlicht aus. Deshalb musste der heute nicht mehr produzierte Werkstoff aufgetrieben werden und ein Großteil der Registerwippen neu mit Zelluloid belegt werden.

Zuletzt bekam der Spieltisch eine Lackierung aus acht Schichten Schellack.

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